Von Barock bis Minimal - Iveta Apkalna spielt Johann Sebastian Bach und Philipp Glass

, Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal


Zwischen Barock und Minimal Music, zwischen den Fugen eines Johann Sebastian Bach und den tranceartig kreisenden Stücken von Philip Glass liegen gut 250 Jahre Musikgeschichte. Dennoch haben sie mehr Parallelen, als man zunächst denken könnte. Iveta Apkalna, Titularorganistin der Elbphilharmonie, erkundet in ihrem Programm verblüffende Gemeinsamkeiten und reizvolle Kontraste.

Die Musik Bachs lebt von der Verflechtung eigenständiger Stimmen, die auch für sich genommen Sinn ergeben; Glass‘ Minimal Music eher von kompakten Klangblöcken. Doch auf einer tieferen Ebene bestehen beide aus der Wiederholung und Veränderung kleinteiliger Spielfiguren und Muster. Bachs G-Dur Fantasie etwa ist in weiten Teilen so aufgebaut. Und manches seiner komplexen Stücke fügte der Barockmeister in einer Art Baukastenprinzip aus polyphonen Versatzstücken zusammen – ganz ähnlich wie die Minimal Music des 20. Jahrhunderts. Genau dieser Kombination hat Iveta Apkalna bereits eine CD gewidmet: Die »Königin der Orgel«, befand das Magazin Stereo, überzeuge dabei durch »technische Souveränität und Vielgestaltigkeit des Farbauftrags«.

PROGRAMM
Johann Sebastian Bach
Fantasie G-Dur BWV 572

Philip Glass
Music in Contrary Motion

Johann Sebastian Bach
Passacaglia c-Moll BWV 582

Philip Glass
Dance No. 4

- Pause -

Johann Sebastian Bach
Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564

Philip Glass
Finale des 3. Aktes der Oper »Satyagraha« / Bearbeitung für Orgel von Michael Riesman

Johann Sebastian Bach
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565

Weitere Infos unter: https://www.elbphilharmonie.de/de/programm/iveta-apkalna/14412

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